Meine Suche nach der perfekten Kamera: 25 Jahre Fotografie, Systeme und Einsichten

Die Fotografie begleitet mich seit fast 25 Jahren. Auf dieser Reise habe ich viele Kamerasysteme ausprobiert und viel gelernt. Nicht nur über die Kameratechnik, sondern auch über mich selbst als Fotograf. Von meiner ersten Canon PowerShot A70 über meine geliebte Vollformatkamera Canon 5D Mark III bis hin zur Leica M11 war es ein Weg voller Entdeckungen und Entscheidungen, die meine Sicht auf die Fotografie massgeblich geprägt haben.

Die Anfänge mit Canon: Wie alles begann

Alles begann mit der kleinen Canon PowerShot A70 – einer kompakten, einfachen Kamera, die mir die Welt der Fotografie eröffnete. Die Digitalfotografie war damals gerade im Kommen, und die PowerShot mit ihrem winzigen 3,6-Megapixel-Sensor war damals Stand der Technik bei den Kompaktkameras. Ein paar Jahre später stieg ich auf die Canon 40D um – meine erste DSLR mit Wechselobjektiven. Das war ein grosser Sprung für meine Fotografie, denn ich machte meine ersten Erfahrungen mit Einstellungen wie ISO, Blende und Verschlusszeit. Etwa fünf Jahre später stieg ich auf die Canon 5D Mark III um, eine Kamera, die meine Fotografie in vielerlei Hinsicht veränderte und bis heute geprägt hat. Sie war meine erste Vollformatkamera und ist nach wie vor eine meiner Lieblingskameras, die ich jemals ausprobiert habe. Mit ihr entdeckte ich meine Leidenschaft für die Reisefotografie. Das war definitiv die Kamera, die den grössten Einfluss auf mich und die Qualität meiner Fotos hatte.

Umstieg auf Fujifilm: Die perfekte Kamera für unterwegs?

Obwohl ich meine Canon geliebt habe, wurde mir ihr Gewicht mit der Zeit zu viel. Für meine Reisen wollte ich etwas Kleineres und fand es mit der spiegellosen X-T2 von Fujifilm. Sie war die perfekte Mischung aus Kompaktheit und Flexibilität, ein Traum für Reisen im Vergleich zur 5D und all ihren schweren Objektiven. Meine Lieblingsserie in Marokko habe ich mit der Fuji aufgenommen. Alles wäre perfekt gewesen, wäre da nicht der schwache Dynamikumfang gewesen. Verwöhnt vom Vollformat, stiess der kleinere APS-C-Sensor der X-T2 öfter an seine Grenzen, als mir lieb war. Also musste auch sie nach drei Jahren gehen. Der Traum von der perfekten kompakten Reisekamera wurde vorerst auf Eis gelegt, da es zu diesem Zeitpunkt keine Alternativen im Vollformatbereich gab. Also hiess es zurück an den Start – zurück zu sperrigen Vollformat-Kameras.

Sony A7 III: Technologie allein ist nicht genug

Auf der Suche nach einer besseren Bildqualität habe ich mich für die Sony A7 III entschieden. Diese Vollformatkamera hatte alles: hervorragende Bildqualität, den besten Autofokus auf dem Markt und unzählige Einstellungsmöglichkeiten. Sie wurde überall im Internet gehypt. Doch schon bald merkte ich, dass mich die schier endlosen Einstellmöglichkeiten der Kamera eher überwältigten als begeisterten. Das Design und die Benutzeroberfläche wirkten unpersönlich und uninspirierend. Die Sony vermittelte mir nicht die Freude an der Fotografie, die ich von der Canon und Fuji gewohnt war – sie war einfach ein seelenloses technisches Gerät. Ich verlor so sehr den Spass am Fotografieren, dass ich fast drei Jahre lang kaum noch Fotos machte. Das war eine teure, aber wichtige Lektion: Technik allein ist nicht genug. Für mich zählen Design, Formfaktor und die Konzentration auf das Wesentliche viel mehr.

Der Wechsel zu Leica

Nach dieser langen Pause verspürte ich den Drang, wieder zu fotografieren. In diesen drei Jahren hatte sich in der Kameratechnik viel getan. Ich war jetzt 43 Jahre alt – ein gutes Alter, um mir den lang gehegten Traum von einer Leica zu erfüllen. In all den Jahren hatte ich nie die Gelegenheit gehabt, mit einer Leica zu fotografieren. Obwohl eine Leica M ein heimlicher Traum war, fühlte ich mich noch nicht bereit für dieses manuelle System. Alle meine bisherigen Fotos waren mit Autofokus-Kameras aufgenommen worden, sodass der Umstieg auf eine Leica M ein zu kostspieliges Experiment gewesen wäre.

Also entschied ich mich für die kompakte Leica Q3 mit einer 28mm-Festbrennweite und tauschte sie nur ein paar Monate später gegen die SL3 ein, die ich weitere fünf Monate lang besass. Beides sind unglaublich schöne und beeindruckende Kameras, und ich hatte sehr viel Spass mit ihnen. Eine solche Bildqualität hatte ich bisher noch nie gesehen. Wie Leica diese fast dreidimensionalen Bilder erzeugt, ist mir immer noch ein Rätsel. Diese beiden Kameras haben meine Leidenschaft für die Fotografie sofort wieder entfacht. Nach einer jahrelangen Pause wusste ich, was mir im Leben gefehlt hatte.

Leica M11-P: Die perfekte Mischung aus Inspiration, Bildqualität und Mobilität

Nach insgesamt einem Jahr verkaufte ich also sowohl die Q3 als auch die SL3. Die Q3, weil das feste 28-mm-Objektiv zu einschränkend war, und die SL3, weil sie zu gross und schwer war. Die Zeit der grossen Kameras ist für mich offensichtlich vorbei. Letztendlich hat mir die lange Pause mit Sony gutgetan. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt genau weiss, wie ich fotografieren will und welche Art von Fotografie ich betreiben möchte. Ich verspüre wieder den Wunsch, häufiger zu fotografieren, spontan im Alltag und nicht nur auf geplanten Reisen. Ich möchte mich intensiver mit dem Handwerk der Fotografie beschäftigen. Und mit welcher Kamera liesse sich das besser erreichen? Wahrscheinlich mit der manuellen Leica M, die Zeit und ein Verständnis für den Fotografieprozess erfordert. Kein Autofokus, keine Gesichtserkennung, keine endlos vielen Knöpfe und Optionen – nur ISO, Blende und Belichtungszeit.

Vor ein paar Wochen habe ich also den Sprung gewagt und bin auf die Leica M11-P mit einem 35-mm-Summilux-Objektiv umgestiegen. Und oh Mann, ich bin verliebt. Das perfekte Setup! Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich seit der 5D Mark III nicht mehr so begeistert war und die Fotografie so sehr genossen habe. Mit der M11 habe ich das Gefühl, eine neue Tür in der Fotografie aufgestossen zu haben. Ich liebe es, mit manuellen Einstellungen zu arbeiten. Erst jetzt merke ich, wie viel ich noch über dieses Handwerk lernen muss. Aber das wird noch kommen. Diese Kamera hat definitiv das Potenzial, meine Fotografie auf ein neues Niveau zu heben, und ich freue mich darauf.

Fazit: Die Reise zur richtigen Kamera war entscheidend für meine Fotografie

In den letzten 20 Jahren habe ich von jeder Kamera etwas gelernt. Die Canon 5D Mark III war mein Einstieg in die Reisefotografie, Fujifilm zeigte mir den Wert der Kompaktheit, und die Sony A7 III lehrte mich, dass Technik allein nicht ausreicht. Die Leica Q3 und SL3 brachten mich zurück zur Fotografie und halfen mir, meinen Stil zu entdecken.

Mit der Leica M11-P habe ich endlich das Gefühl, angekommen zu sein. Diese Kamera hat mir die Freude an der Fotografie und die Liebe zum visuellen Geschichtenerzählen zurückgegeben. Nach jahrelanger Suche habe ich nun ein System, das mich vollkommen erfüllt und inspiriert – und ich kann es kaum erwarten, die Welt mit dieser Kamera weiter zu erkunden.

My Search for the Perfect Camera: 25 Years of Photography, Systems, and Insights

Photography has been with me for almost 25 years. Along the way, I’ve tried many camera systems and learned a lot. Not just about camera technology, but also about myself as a photographer. From my first Canon PowerShot A70 to my beloved full-frame Canon 5D Mark III to the Leica M11, it’s been a journey full of discoveries and decisions that have fundamentally shaped my view of photography.

The Canon Beginnings: How It All Started

It all began with the little Canon PowerShot A70 – a compact, simple camera that opened up the world of photography for me. Digital photography was just taking off back then, and the PowerShot with its tiny 3.6-megapixel sensor was state of the art for compact cameras at the time. A few years later, I upgraded to the Canon 40D – my first DSLR with interchangeable lenses. That was a huge leap for my photography, as I got my first hands-on experience with settings like ISO, aperture, and shutter speed. About five years later, I moved to the Canon 5D Mark III, a camera that changed my photography in many ways and has shaped it to this day. It was my first full-frame camera and remains one of my favorite cameras I’ve ever used. With it, I discovered my passion for travel photography. That was definitely the camera that had the biggest impact on me and the quality of my photos.

Switching to Fujifilm: The Perfect Camera for Traveling?

Although I loved my Canon, its weight became too much over time. For my travels, I wanted something smaller and found it with the mirrorless X-T2 from Fujifilm. It was the perfect mix of compactness and flexibility, a dream for traveling compared to the 5D and all its heavy lenses. My favorite series from Morocco was shot with the Fuji. Everything would have been perfect if it weren’t for the limited dynamic range. Spoiled by full frame, the smaller APS-C sensor of the X-T2 hit its limits more often than I liked. So after three years, it had to go too. The dream of the perfect compact travel camera was put on ice for the time being, since there were no full-frame alternatives at that point. So it was back to square one – back to bulky full-frame cameras.

Sony A7 III: Technology Alone Isn’t Enough

In search of better image quality, I went with the Sony A7 III. This full-frame camera had it all: excellent image quality, the best autofocus on the market, and countless customization options. It was hyped everywhere on the internet. But I soon realized that the sheer endless settings overwhelmed me rather than excited me. The design and user interface felt impersonal and uninspiring. The Sony didn’t give me the joy of photography I was used to from Canon and Fuji – it was simply a soulless technical device. I lost so much enjoyment in photography that I barely took any photos for almost three years. That was an expensive but important lesson: technology alone isn’t enough. For me, design, form factor, and focusing on the essentials matter much more.

The Switch to Leica

After this long hiatus, I felt the urge to start shooting again. A lot had happened in camera technology during those three years. I was now 43 years old – a good age to finally fulfill my long-held dream of owning a Leica. In all those years, I’d never had the chance to shoot with a Leica. Although a Leica M had been a secret dream, I didn’t feel ready for this manual system. All my previous photos had been taken with autofocus cameras, so switching to a Leica M would have been too costly an experiment.

So I opted for the compact Leica Q3 with a fixed 28mm lens and traded it just a few months later for the SL3, which I owned for another five months. Both are incredibly beautiful and impressive cameras, and I had a great time with them. I’d never seen image quality like that before. How Leica produces these almost three-dimensional images is still a mystery to me. These two cameras instantly reignited my passion for photography. After years of hiatus, I knew what had been missing in my life.

Leica M11-P: The Perfect Blend of Inspiration, Image Quality, and Mobility

After a total of one year, I sold both the Q3 and the SL3. The Q3 because the fixed 28mm lens was too limiting, and the SL3 because it was too big and heavy. The era of large cameras is clearly over for me. Ultimately, the long break with Sony did me good. I feel like I now know exactly how I want to shoot and what kind of photography I want to pursue. I feel the desire to photograph more frequently again, spontaneously in everyday life, not just on planned trips. I want to engage more deeply with the craft of photography. And which camera could achieve that better? Probably the manual Leica M, which demands time and an understanding of the photographic process. No autofocus, no face detection, no endless buttons and options – just ISO, aperture, and shutter speed.

A few weeks ago, I took the plunge and switched to the Leica M11-P with a 35mm Summilux lens. And oh man, I’m in love. The perfect setup! In summary, I can say I haven’t been this excited about photography since the 5D Mark III. With the M11, I feel like I’ve pushed open a new door in photography. I love working with manual settings. Only now do I realize how much I still have to learn about this craft. But that will come. This camera definitely has the potential to take my photography to a new level, and I’m looking forward to it.

Conclusion: The Journey to the Right Camera Was Crucial for My Photography

Over the past 20 years, I’ve learned something from every camera. The Canon 5D Mark III was my entry into travel photography, Fujifilm showed me the value of compactness, and the Sony A7 III taught me that technology alone isn’t enough. The Leica Q3 and SL3 brought me back to photography and helped me discover my style.

With the Leica M11-P, I finally feel like I’ve arrived. This camera has given me back the joy of photography and the love of visual storytelling. After years of searching, I now have a system that completely fulfills and inspires me – and I can’t wait to keep exploring the world with this camera.